Ein brennendes Problem...

10. Juli 2019

Endlich Sommer in Wien! Lieben Sie Nachmittage im Schwimmbad und laue Abende genauso wie ich? Nur leider kommt es besonders im Sommer zu unangenehmen Katarrhen der Harnwege: die Blasenentzündung. 

50-70% der Frauen leiden mindestens einmal im Leben an diesem meist durch Bakterien ausgelösten Infekt. Doch mit unseren Tipps geben Sie dem Brennen keine Chance!

 

Wie macht sich eine Blasenentzündung bemerkbar?

Zu den ersten Symptomen gehört oft häufiger Harndrang und ein Brennen beim Wasserlassen, meistens begleitet von krampfartigen Unterleibsschmerzen. Auch trüber, schlecht riechender Urin kann ein Anzeichen für eine Blasenentzündung sein. Betroffene leiden meist unter einem allgemeinem Krankheitsgefühl; bei schwereren Entzündungen kommen oft Fieber und Blut im Urin hinzu.

 

Kraft aus der Natur

Besonders im Anfangsstadium kann man Harnwegsinfekte gut mit pflanzlichen Mitteln in Griff bekommen. 

Präparate mit hoch dosiertem Cranberryextrakt enthalten Proanthocyanidine, die das Anhaften der Bakterien in der Harnröhre verhindern sollen. Sie sind gut verträglich und eignen sich daher auch zur Langzeitanwendung zur Vorbeugung von wiederkehrenden Harnwegsinfekten. Gleiches gilt für Mittel mit D-Mannose. Der Einfachzucker bindet vorhandene Bakterien und schwemmt sie aus. Studien zeigen sogar eine ähnliche Wirkung wie Antibiotika! Und das Gute: er ist auch für Diabetiker und Schwangere (nach Rücksprache mit dem Arzt) geeignet.

Harntreibende Tees mit Brennnessel und Goldrute sorgen dafür, dass Bakterien ausgespült werden. Wichtig: zusätzlich sollten sie 2-3 Liter stilles Wasser trinken, damit der Tee seine volle Wirkung entfalten kann.

Sollten Sie Blut im Urin oder Fieber haben, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen!

 Ab ins kühle Nass! Und danach Omas guten Ratschlag beherzigen und feuchte Badesachen gleich wechseln. Photo@Kirsten Knape

Und was kann ich sonst noch tun?

Unsere einfachen Tricks können Ihnen helfen, dem nächsten Harnwegsinfekt vorzubeugen!

  • Unterkühlung vermeiden: nasse Badesachen gleich nach dem Schwimmen ausziehen, Füße warmhalten, das Sitzen auf kaltem Untergrund vermeiden...
  • Regelmäßig zur Toilette gehen und die Blase komplett entleeren.
  • Hygiene: zum Reinigen des Intimbereichs keine Seife verwenden, damit die natürlich Flora nicht zerstört wird und weiterhin schädliche Bakterien abwehren kann. Nach dem Stuhlgang immer von vorn nach hinten reinigen. So werden keine Darmbakterien in Richtung Harnröhre verschleppt.
  • Nach dem Geschlechtsverkehr sofort die Blase entleeren, um eventuelle Erreger auszuspülen.
  • Aufs Körpergewicht achten: ein BMI über 30 erhöht das Risiko für wiederkehrende Harnwegsinfekte um das 5-fache!
  • Den Urin mit der richtigen Ernährung ansäuern: Apfelessig und probiotische Bakterien aus fermentierten Milchprodukten senken nachweislich das Risiko für Harnwegsinfekte.

Damit Ihr Sommernachtstraum auch einer bleibt: bei Picknicks und Open-Air-Veranstaltungen besser nicht auf dem kühlen Boden sitzen. Photo@Kirsten Knape

Wir wünschen Ihnen einen entspannten Sommer!

Herzlichst,

Ihre Dr. Kirsten Knape